Sikkim, ein etwas anderes Indien....
Nach dem ich versucht habe mich in Teesta Basaar (noerdlichstes West Bengalen) wieder fit zu machen, und es immer schlimmer wurde mit meinem Magen habe ich unter Einnahme von Imudium die Reise nach Sikkim gewagt. Das Sonder-Permit an der Grenze war relativ leicht zu besorgen, nur um weiterzukommen musste ich schon einen extremen Hundeblick (wau) aufsetzen, denn in Sikkim waren Wahlen und das heisst, das 2 Tage vorher und 2 Tage nach den Wahlen Ausnahmezustand herrscht. Die Busse/Taxen sind ueberfuellt oder fahren nicht. Dennoch habe ich es dann letztendlich geschafft, mit dem Bus nach Gongtok, die Hauptstadt von Sikkim zu kommen.
Hier wurde allerdings mein Wunsch nach Kuehle gleich mit Regen gepaart. (Haette meinen Wunsch vielleicht etwas genauer formulieren sollen).
Sikkim ist ein sehr westlich orientierter Bundesstaat. Das merkt man daran, dass die Menschen mir gegenueber zurueckhaltender und westlich gekleidet sind, was ich eigentlich schade finde, denn es gibt nichts eleganteres als ein Frau im Sari. Vor allem aber merkt man es daran, dass die Menschen bemueht sind, ihre Umwelt sauberer zu halten als anderswo. Sie versuchen das Rauchen in der Oeffentlichkeit zu beschraenken, und das Kauen der Betelnuss und das damit verbundene staendig auf die Strasse spucken zu unterbinden.
Das Kloster RUMTEK in der Naehe von Gongtok wird von Moenchen gefuehrt, die nach der Invasion der Chinesen in Tibet in Sikkim Zuflucht fanden.
Die Kloester spruehen nur so vor Kreativitaet und Leben. Denn die Malereien sind alle bunt und ihre Goetter sind gross auf die Waende gemalt.
Trotzdem die Kloester eine Erhabenheit und Ruhe ausstrahlen spuert man eine positive Lebenseintellung. Das Moenchsein beginnt schon mit 6-9 Jahren.


Sikkim ist landschaftlich wunderschoener, da er ueberwiegend aus Bergen besteht. Man hat dadurch gigantische Aussichten. Wie hier z.B. auf den 3-hoechsten Berg der Welt den Kanchenjunga mit 8598m. Die Haeuser sind auf kuenstlich begradigten Flaechen in die Haenge gebaut. Die Strassen in den Bergen sind sehr steil.
Das hat zur Folge, das diese Infrastruktur einer neuen Spezies Arbeit bietet:
DIE MENSCHLICHEN AMEISEN.....

.... die grosse Gewichtes tragen koennen, denn der Sack Kartoffeln wiegt 50 kg. Der Traeger ist vielleicht 165cm und wiegt 45 kg.

Hier eine kleine Motivationshilfe fuer die, denen der JOB mal wieder zum Halse raushaengt. Die Frau sitzt den ganzen Tag auf einem Haufen Steine, und klopft die Grossen mit einem kleinen Haemmerchen klein und bekommt fuer einen Korb von ca. 50 kg 10 Rupies, das sind nicht ganz 10 Cent.
Na, freuen wir uns ueber unseren Job jetzt ein wenig mehr....
Die, die die Tomaten verkauft.....

Der, der die Wolle faerbt.....
