Laos - zum 1. Mal und....

Veröffentlicht auf von travelmadhouse

ganz bestimmt nicht zum letzten Mal!

Der Weg von Vientiane nach Luang Prabang begann ganz harmlos und sehr schoen.

Auf meinem ersten Etappenziel in Vang Vieng konnte ich die Schoenheit der Berge von Laos in einem Autoreifen den Fluss heruntertreibend bewundern.
Alle haben mir davon abgeraten, es sei das Ibiza von Laos. Und wirklich, an der Stelle wo man seinen Reifen ins Wasser bringen konnte war eine Kneipe an der anderen. Es wurde gefeiert und getanzt, und ich kam mir einmal mehr als alte Oma vor. Da allerdings Nebensaison hier ist, waren nur die ersten beiden Kneipen LAUT und voll besetzt, ab dann war es ruhig, und Frau konnte den geschundenen  Po im Wasser treibend die genialen Karstberge geniessen.
Hin und wieder wurde ich vom Ufer aus angesprochen ob ich was trinken will. Bei einem "Nein" liess man mich in Ruhe, bei einem "Ja" warf man mir eine gefuellte Plastikflasche am Seil zu mit der man mich aus dem Wasser zog. War schon lustig, hier waren dann auch eher die aelteren Semester (:-)) als Kunden vertreten.

"Geht's mir gut!!" (noch)

















Hier habe ich mir dann auch erstmalig ein Mopped geliehen. Ich wollte nach Phone Savan einem Ort mit einer faszinierenden Attraktion. Der Ort war auch nur 180 km entfernt. Sollte also mit einem Mopped zu schaffen sein.

Ich startete relativ frueh und machte mich auf dem Weg durch die Sonderzone von Laos, bei der es hiess, das sie keinerlei touristischen Aktivitaeten aufweist, man dies Gegend auch als Alleinreisender meiden sollte. Da aber keine weiteren Erklaerungen abgegeben wurden warum, bin ich hin, in der Hoffnung nette Doerfer und spannende Menschen zu treffen.
Diese Hoffnung wurde mehr als erfuellt. Allerdings musste ich nach 70km und ueber 6h Fahrt feststellen, das es nicht moeglich war die Strecke in 2 Tagen zu schaffen. Jeder Kletterer haette seine wahre Freude an der "Strasse" gehabt. Ich habe mir mehr als einmal eine BMW GS herbei gewuenscht, mit der es vielleicht nicht schneller, aber wesentlich komfortabler gelaufen waere.
Dafuer waren die Dörfer noch sehr authentisch, die Menschen sehr freundlich und hilfsbereit. Fuer mich als Europaerin ungewoehnlich das die Frauen einiger Bergvoelker mit freiem Oberkoerper rumlaufen, leider aufgrund der westlichen "Zivilisation" sich mittlerweile bedecken mit Dingen, bei denen ich mir immer wieder  ein Laecheln verkneifen musste.


















Auch die Hilfsbereitschaft war klasse. Wenn ich nach dem Weg gefragt habe, wurde solange im Dorf gesucht, bis der oft einzige "englischsprachige" Dorfbewohner aufgetrieben wurde.
Im Nachhinein muss ich sagen, das ich mal wieder Glueck gehabt habe. Es gibt Bergvoelker die nach dem Animisnmus leben, dem Glauben an gute und boese Geister. Was zur Folge haben kann, wenn z.B. ein Kind stirbt (Ergebnis der boesen Geister) muessen diese erst beruhigt werden, schlimmstenfalls mit einem Wasserbueffelopfer. Dann hat kein Farang (Fremder) etwas im Dorf zu suchen. Dies in Erfahrung zu bringen, geht aber nur mit einem Guide.
Das ist auch der Grund warum ich Laos nochmal mit einem Mopped und einem Guide erkunden moechte, denn nur so bekommt man authentische Informationen  ueber ihr Leben. Mir sind die Menschen sehr hilfsbereit und freundlich gegenueber getreten, aber mit der Komunikation klappt es nicht, denn sie sprechen zum Teil nicht mal Lao, sondern Ihre eigenen Sprachen.

Aber auch auf meinem Radweg, kam ich durch spannende Doerfer. Die Menschen sind immer neugierig, aber sehr zurueckhaltend.
















Als die Kinder mich sahen, unterbrachen sie ihr Spiel mit dem Lehm und rannten auf mich zu, wie es schien um auch mal den Lehm anderen Aufgaben zu unterwerfen...als Wurfgeschoss auf arme reisende Radlerinnen.....




Gluecklicherweise war die Oma nicht nur an meinem Fahrrad interressiert, sondern auch daran, das der Lehm zum Bau von Spielzeug weiterhin Verwendung fand und nicht als Deko auf dem Koerper armer Radlerinnen landete.
Es war eine ausgesprochen witzige Mittagspause, auch wenn wir uns nicht unterhalten konnten.





































Dann gibt es in Laos etwas was ich sehr spannend fand. In der Naehe von PHONE SAVAN sind Felder mit   Tonkruegen die aus massiven Granit gefertigt sind. Das spannende daran ist niemend weiss wofuer sie waren, woher sie kamen oder wer Sie gebaut hat. Wie man sieht, sind sie auch nicht gerade klein und handlich. Es wird vermutet das sie ca. 2000 Jahre alt sind. Ansonsten kann man seiner Fantasie freien Lauf lassen.....
Es gibt aus Toepfe mit sehr "handlichen" Deckeln....

















Nach gefuehlten endlos geradelten Kilometern bergauf und den letzten 100 km im Bus habe ich endlich die alte Koenigsstadt LUANG PRABANG erreicht. Diese Stadt wurde 1995 zum UNESCO - Weltkulturerbe erklaert.
Sie besteht aus 32 buddhistischen Kloestern (die ich natuerlich alle besucht habe...(:-))) und vielen Haeusern aus der franzoesichen Kolonialzeit.

















Die Moenche lassen sich zu gern beim Lernen von den staendig stoerenden Touristen ablenken!


Der wohl bekannteste Tempel ist der Wat Xieng Thong. Allein das Dach ist schon sehenswert. Er ist auch einer der wenigen, der nicht von den chinesischen HO-Banditen im Jahre 1887 zerstoert wurde und somit noch ein Original der Architektur aus Luang Prabang ist.

Was ich etwas befremdlich fand in Luang Prabang, die Guesthouses bieten den Touristen Reis, den Sie dann morgens als Nichtglaeubige an die Moenche "verfuettern" koennen. 

Luang Prabang ist obwohl die Hauptattraktion in Laos eine ruhiges und gemuetliches Oertchen, zudem kommen gigantische Wasserfaelle, eine tolle Landschaft, 2 Fluesse Mekong und Nam Khan die die Stadt umschliessen und eine faszinierende Hoehle bei Pak Ou ausserhalb der Stadt direkt am Mekong.




































Weiter ging es Richtung Houng Xai, wo mich etwas ganz spezielles erwartet, ein Geschenk meiner Tante!



NEIN, das ist nicht meine Tante!
Werbung

Veröffentlicht in Laos

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
K
<br /> ja dass mit den Tonkrügen ist schon so eine Sache.<br /> Ich würde sagen die waren früher aus Ton und sind schon VIEL Älter als 2000 Jahr und sind deswegen schon zu Granit geworden.<br /> ..... aber welche Überraschung kam den jetzt von deiner Tante?<br /> <br /> Gruß Klaus<br /> <br /> <br />
Antworten
R
<br /> Hallo Stefanie<br /> Du hast Tonkrüge aus Granit gesehen. Die sind<br /> ausgesprochen selten!!!! Die meisten Tonkrüge sind nämlich aus Ton.Nur in laos nicht?!!<br /> Alles liebe Papa<br /> <br /> <br />
Antworten