Thailand - Elephants Haven

Veröffentlicht auf von travelmadhouse

Nach dem ich mich ueber die schei.... schoenen Berge im Norden von Thailand gequaelt habe, erreichte ich dann endlich Chiang Mai, ohne Speichenbruch! (sollte auch mal erwaehnt werden) Hier hatte ich dann die Moeglichkeit mir einen weiteren Traum auf meiner Reise zu erfuellen.



Das wird mir langsam unheimlich, wenn ich irgenwann angekommen bin, habe ich keine Traeume mehr und die braucht doch jeder!  Na ja, so wie ich mich kenne werde ich neue finden!

Ich bin fuer eine Woche als Volentaer in ein Elefanten Camp gegangen (schoen bloed, ich bezahle dafuer das ich arbeiten "darf")

Der "Elephant Nature Park" im Mae Sae Valley ist auch fuer Thailand ein ganz besonderer Park.
Nachdem im Jahr 1989 in Thailand offiziell die Abholzung der Urwaelder verboten wurde, sind tausende Elefanten arbeitslos geworden. Die Population hat sich schnell reduziert. Die Eigentuemer der Elefanten haben sich andere Verdienstmoeglichkeiten mit den tollen Tieren ueberlegt, die leider immer zu Lasten der Elefanten gehen.

Nun gibt es hier eine Frau deren Name LEK (=klein) ist, der nur auf ihre Koerpergroesse zutrifft. Die Liebe in Ihrem Herzen zu den Elefanten ist riesengross! Das zeigt sich in ihren Aktivitaeten.
Sie hat sich zur Lebensaufgabe gemacht den Elefanten zu helfen. Zu Beginn fuhr sie in die Doerfer um die Elefanten medizinisch zu versorgen und den Zustand der tollen Dickhaeuter zu ueberpruefen. Irgendwann reichte das nicht mehr und sie gruendete den ELEPHANT NATURE PARK mit finanzieller Hilfe eines Texaners. Seit dem rettet sie Elefanten die krank sind, von Menschen gequaelt werden oder sehr unwuerdig leben. In dem Park leben zur Zeit 33 Elefanten. Ausser den Tieren die im Park zur Welt gekommen sind haben alle eine Geschichte, die leider auch immer sehr traurig ist.


Dieser Elefantendame hier hat man mit einer Fletsche die Augen blindgeschossen, damit sie sich nicht mehr gegen das schlechte Verhalten ihrer Umgebung wehren kann. Als Lek den Elefanten in den Park brachte, zeigte sich wie sozial und intelligent diese Tiere sind. Ein anderer Elefant hat sich ihrer direkt angenommen, sie ueberall hingefuehrt, und seitdem sind die beiden unzertrennlich.













             




Aufgrund ihrer Blindheit hat sie den Vorteil dass man ihr das Futter direkt ins Maul legt, so muss sie nicht erst mit dem Ruessel hantieren. Daher entsteht diesse lustige Bild, dass sie immer mit offenem Maul dasteht....

Unsere "SCHWEREN ARBEITEN" bestanden in der Vorbereitung des Futters fuer die Elefanten. Dazu gehoerte das Waschen des Gemueses um es von Pestiziden zu befreien, die Koerbe mit Gemuese und Obst 2x am Tag fuer jeden einzelnen Elefanten zu fuellen, das Schneiden von Gras oder Mais mit der Machete (meine Lieblingsaufgabe), das Unkraut zupfen, das Aufkehren des Elefanten-Shit, das Giessen der jungen Baeume die angepflanzt wurden um mehr natuerliche Umgebung zu schaffen, etc....
Die "kleinen" Tiere brauchen grosse Mengen an Futter, dabei verwerten sie nur 40% von dem was sie fressen.
Die Mengen an Shit, die wir eingesammelt haben vermitteln eher den Eindruck, das sie ueberhaupt nichts verwerten....































Von diesem niedlichen kleinen Zahn bilden 4 Stueck das Kauwerkzeug der Elefanten.




























Natuerlich koennen alle Tiere selbst fressen, aber nach der Arbeit ist es fuer uns ein Vergnuegen die Tiere zu fuettern.


Nach unserer Staerkung gibt es dann das Schon-Waschprogramm fuer die sensiblen Dickhaeuter.
Was die Elefanten nicht so ganz verstanden haben, war das das Bad reinigen soll. Denn kaum hatten sie die feuchte Abkuehlung genossen, schmissen sie auch schon wieder mit Sand um sich ohne Ruecksicht auf die Umstehenden.

Und wieder eine traurige Geschichte. Der rechte Elephant hatte einen Autounfall und der Mahout hielt es nicht fuer noetig, mit dem Tier ein Krankenhaus aufzusuchen, (das einzige Elefanten-Hospital liegt in der Naehe von Chiang Mai und ist kostenlos fuer die Dickhaeuter) und nachdem das Tier dann mit seinem Hueftschaden auch noch von einem viel zu grossen Bullen bestiegen wurde, ist die Huefte endgueltig hin, und das Laufen faellt ihr sehr schwer.































Ich bin immer wieder begeistert von Menschen, die Ihr Leben Ihren Traeumen widmen. Hier zwei Frauen die ihr Leben den Elefanten verschrieben haben.
Links Pomp, die mit Lek zusammen den Park gegruendet hat,  bei den Elefanten schlaeft, und die Freiheit liebt ihr Nachtlager dort aufzuschlagen wo es ihr beliebt.
Die andere, Zoya, die 24 jaehrig Tiermedizin in Russland studiert hat und seit 2 Jahren mit Zirkuselefanten durchs Land zieht, obwohl sie vom Naturell eher sesshaft ist, nur um bei "Ihren" Tieren sein zu koennen. Nun wird sie als Tieraerztin in den Elephant Nature Park gehen, ohne zu wissen ob sie Gehalt bekommt. Zudem hat sie in Russland bei "Ihren" Tieren einen kranken Elefanten, den Sie direkt mitbringen wird.Viel Glueck fuer die Zukunft!


















Nun aber zu den ganz Frechen, die nur Dummheiten machen und immer ein Laecheln auf die Lippen der Zuschauer zaubern.

   Mehr Sicherheit gibt es fuer den kleinen Mann nicht,
    Tante und Mama passen auf....
                                                                                                                     "Ich komm darueber, ich komm darueber...."














                 
                                                                                                                
                
                                                                                                                    "Man, Mama lass doch endlich los....."

   "Dich krieg ich gleich...."




















Da muss wohl jemand den gleichen Friseur haben wie mein Vater...











Jetzt kommt allerdings das Traurigste, was aber auch den Elefantenpark wieder einzigartig macht.
Wie ihr seht reitet hier niemand auf den Tieren mit Ausnahme der Mahouts und die nur im Nackenbereich, denn das ist die einzige Stelle, die wirklich stark genug ist.
Wir haben einige Dokumentationen gesehen, die uns gezeigt haben wie die Elefanten "erzogen" werden. Das treibt einem die Traenen in die Augen. In ganz Asien werden die Tiere mit ca. 3 Jahren in ein kleines Holzgatter gesperrt, in dem sie wie Schwerverbrecher an Beinen, Kopf und Koerper fixiert werden. Da sich der Elefant verstaendlicherweise dagegen wehrt, wird jetzt mit Stoecken an deren Enden Naegel befestigt sind wie wild auf das Tier eingestochen und geschlagen, so das es Loecher in den Ohren hat und ueberall am Koerper blutet. Dies wird gemacht um den Tieren den Willen zu brechen. Das hat mir gezeigt, nie wieder auf einem Elefanten zu reiten, den der Ruecken ist nicht dafuer geschaffen.
Ich bin kein Elefantenexperte, und in dem Camp konnte mir niemand eine klare Aussage darueber geben, ob Elefanten nur mit Liebe und Belohnungen erzogen werden koennen. Lek hat es auf jeden Fall mit dem ersten im Camp geborenen Elefanten versucht. "Hope" hat zwei Mahouts, ist sehr temperamentvoll, aber durchaus willig zu hoeren. Allerdings werden von ihm weder Malkuenste, Musik oder sonstige Kunststuecke erwartet. Die Tiere sollen  moeglichst in einer natuerlichen Umgebung leben. Die Nachbarn des Camps sind nicht immer davon begeistert, da es hin und wieder Ausreisser gibt.







Eine tolle Erfahrung war eine mehrtaegige Wanderung durch den Dschungel mit den Elefanten. Es ist einfach faszinierend diese Tiere zu beobachten.
Da das Verbot der Abholzung des Dschungels wohl bisher nicht an jedes Ohr gedrungen ist, haben wir von einem Moench gesegnete orangfarbende Stofffahnen bekommen, die wir um die Baeume gebunden haben um diese so vor der "Wilderung" zu schuetzen.
Denn auch in dieser Nacht haben wir wieder Motorsaegen gehoert. Das "Wildern" von Baeumen ist lukrativ. Glaeubige Buddhisten allerdings wuerden einen Baum, der mit einem von einem Moench gesegneten Tuch makiert ist,  niemals faellen, denn das bringt grosses Unglueck.
Wie heisst es so schoen: Kleinvieh macht auch Mist! Wir sind zwar nur wenige, aber jedesmal werden weitere Baeume geschuetzt.































Auch diese Zeit ging mal zu Ende und nach einer sehr schoenen Woche haben wir uns dort verabschiedet....


Ich freue mich schon auf meinem weiteren Weg, auf dem ich das Elefantenkrankenhaus besuchen werde.
Werbung

Veröffentlicht in Thailand

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post
S
<br /> Liebste Steff, mit Deinem Blog bereicherst Du wirklich unser tristen Leben hier im kalten Deutschland. Hab Dank für die vielen unglaublichen Eindrücke und Geschichten. Vor allem das Elefantencamp<br /> hat mein Herz berührt. Liebste Grüße Sassi<br /> <br /> <br />
Antworten
T
<br /> hy saskia,<br /> na da habe ich doch bei dir schon viel frueher mit einem kommentar gerechnet. musste doch tatsaechlich an dich denken, als wir diskutiert haben ob es glueck bringt, wenn der elefant mit dem ruessel<br /> nach oben zeigt.... sonnige gruesse<br /> stefanie<br /> <br /> <br />
A
<br /> Die Frisur von Deinem Vater ist wirklich frapierend....<br /> <br /> Viele Grüsse und viel Glück aud Bayern...<br /> <br /> Andraes<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> Hej Steff,<br /> <br /> wieso... dass ist doch der Moderne Haarschnitt.<br /> .. bin aber der Meinung er müsste bald wieder hin! Sind ja schon wieder richtig lang geworden.<br /> <br /> Du weiß ja es gibt den Langen und den kuzrn Haarschitt!<br /> <br /> Er hat den Langen! ..und ich dachte schon ich hätte den langen Haarschnitt!<br /> <br /> LG Klaus<br /> <br /> <br />
Antworten
S
<br /> Hi Steff, wie immer tolle Bilder, vor allem der Elefant mit dem Stacho. :-) Ich glaube kaum, daß Malles sich die Haare auch so schneiden läßt. Er hat im Moment längere als ich!!! Na ja, egal....Da<br /> mußtest Du ja richtig was ranschaffen für die Dickhäuter, denn bis die mal satt sind, vergeht wahrscheinlich ne Zeit. Essen die wirklich so gerne Erdnüsse?Denn daß ist dieses Klischee, welches ich<br /> kenne.<br /> Bis dann mal, weiterhin ( hoffendlich) ein bisschen mehr Glück mit deinem Fahrrad. Grüße aus Ostenfelde von der Stefi<br /> <br /> <br />
Antworten
M
<br /> Tut mir leid, das mit der Nase konnte ich auf dem Foto leider nicht erkennen - aber die Ohren :-)<br /> Nee, nix für ungut - wenn ich mal gross bin, dann lasse ich mir auch diese Frisur schneiden ....<br /> <br /> <br />
Antworten