Kambodscha - auf dem Weg zur Grenze nach Laos

Der Weg zur Grenze fuehrt mich durch viele Doerfer. Das schoene am Radeln ist, das man viel vom Leben der Menschen mitbekommt, denn es geschieht das meiste vor dem Haus. Im Haus gibt es meistens keine Moebel wie bei uns, sondern es wird auf Matten geschlafen. Gekocht wird viel vor oder unter dem Haus, da diese sehr oft auf Stelzen gebaut sind. Das heisst der Plausch mit den Nachbarn, das Spielen der Kinder geschieht alles draussen.
Hier ein Dorf in dem die Statuen fuer die Heiligtuemer gefertigt werden.
Es ist auch immer wieder interressant, das alle im Dorf das gleiche machen. Hier sind es halt alle Steinmetze.
Weiter geht es an schoenen Haeusern an strahlenden Reisfeldern die mit Palmen umsaeumt sind.Das Eis wird zentral hergestellt, geliefert an die Zwischenhaendler, die es in kleinere Stuecke "saegen" und an die Restaurants, Fischverkaeuferinnen, etc. weiterverkaufen, da hier ganz wenige einen Kuehlschrank haben. Hier wird fast alles mit Kuehlboxen und Blockeis gekuehlt .


Auch der Schweinetransport erfolgt hier etwas anders als bei uns:
Manuell betriebener Schweinetransporter Schweinetransporter in der Werkstatt

Motorisierter Schweinetransporter


Die Moppeds hier sind extrem belastbar, sie koennen Dinge transportieren, da haette ich im Traum nie dran gedacht (warum auch..(:-))
Auch die Auslastung ist aeusserst effektiv!


DAS ESSEN -
lassen wir die Touristenhochburgen mal aussen vor, wo man natuerlich alles bekommt, haben die Kambodschaner ausser dem Baguette aus der Zeit als die Franzosen Kolonialherren waren, kein Brot. Zum Fruehstueck gibt es entweder Nudelsuppe mit und ohne Fleisch oder Reis mit gebratenem Fleisch und Salat, sowie viele kleine Leckereien, die aber alle in die herzhafte Richtung gehen. Gekocht wird im grossen und ganzen mit aehnlichen Zutaten wie bei uns. Es gibt einige Obst und Gemuesesorten die ich aus Deutschland nicht kenne (was als Kochmuffel aber auch nicht viel heissen mag) Es gibt einen leckeren Curry und wirklich scharf ist das essen hier nicht.
Aber auch der suesse Zahn wird gefuellt. Mit leckeren fritierten Bananen, oder kleine Leckereien alle mit Reis und Kokusnuss hergestellt. dazu gibt es gecrashtes Eis, suessen Sirup und eine Milch, die von der Konsistenz unserer Dosenmilch aehnelt aber ganz suess schmeckt.
Die Waffeln werden aus Kokusnuss hergestellt, aber auch sehr lecker (:-)) auch ohne Schokki kann man hier suendigen...seufz.


Aber wie jedes Land hat auch Kambodscha seine Eigenheiten. Als Snack, so wie wir die Chips oder Erdnuesse essen, bereichern die Khmer ihre Kueche mit gebratene Kakerlaken, Grashuepfer und Spinnen.Ausprobieren wollte ich es dann doch auch mal und habe mich, nachdem ich einen kleinen Jungen beobachtet habe wie er die Tiere isst, fuer die Spinne entschieden.
Es ist schon ein tolles Gefuehl, wenn man das gebratene Bein ausreisst und beim kauen noch die weiche Behaarung der Beine auf der Zunge spuert, wenn man den Kopf abbeisst und einen Geschmackserlebniss von Gebratenem und Eiweiss hat.
Ob man seine Kueche mit derartigen Snacks bereichern moechte muss jeder fuer sich selber entscheiden....
ICH BRAUCHE ES AUF JEDEN FALL NICHT!! (:-)))
Die Moenche auf Bettelgang. Morgens gehen Sie von Haus zu Haus und bitten um Essensspenden, die sie in den Schalen vor Ihrem Bauch einsammeln. Frueher war es ueblich, kein Geld anzunehmen, aber inzwischen wird auch Geld genommen. Viele der Kloester sind sehr wohlhabend, was man an den auffwendigen Gebaeuden sieht. Die Huetten der Glaeubigen fallen fast zusammen, aber sie geben immer und gern.

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