Indonesien/Sumatra - 1200km und gerade mal knapp ein 5-tel...
der 5. groessten Insel der Erde gesehen!
Warum macht die inonesische Regierung es mir armen Radlerin
nur so schwer(Visa-Zeiten)? Wie soll man dieses riesige Land in 4 oder 8 Wochen bereisen.... unmoeglich...!!!
Somit hat mich die indonesische Regierung mal wieder vor schwierige Entscheidungen gestellt. Wie fahre ich wie schnell wohin? Wo verlasse ich das Land....
Ich habe es mir dann letztendlich leicht gemacht und bin einfach losgefahren! Es wird sich schon irgendwie entwickeln...
Nachdem ich Binjai mit den oekologischen Karussells verlassen habe bin ich weiter die Ostkueste gen Norden gefahren.

Die Provinz ACEH, die ich durchquere, ist eine Region, die seit Jahrhunderten um Unabhaengigkeit gekaempft hat. Vor dem Tsunami gab es Laender, die keine Visa fuer diese damalige Kriesenregion ausstellten. Im Jahr 2005, nach dem Tsunami einigte man sich auf Frieden und die Provinz erhielt im Gegenzug einige Sonderrechte. Das Gebiet hat auch ihre eigene Sprache. Da ich aber sowieso kein Indonesisch spreche, war es egal, ob ich in Achinesisch nichts verstehe oder in Bahsa Indonesia.
Die Sprache soll sehr einfach sein und haelt fuer uns einige lustiges Beispiele bereit:
"Orang" heisst Mensch und "Utang" ist der Wald also ist der Affe der Waldmensch. Will man aber aus dem Mensch viele Menschen machen, spricht man hier von "Orang Orang"...es gibt keine Anhaenge fuer die Mehrzahl. Oder "mata" ist das Auge und "hari" der Tag. "Matahari" ist somit das Auge des Tages, also die Sonne!!)
Auf meinem Weg, habe ich bei einer Pause an einem Krankenhaus einen Orang Utang auf einem Baum entdeckt. Die Kinder wollten mir jetzt zeigen, wie zutraulich der Affe ist. Der wollte mir allerdings zeigen wie eigenstaendig er ist und hat das Kind durch die Gegend gewirbelt. In den Augen des Kindes spiegelte sich Angst und Ueberraschung. Ich glaube es hat damit nicht gerechnet. Diese Tiere sind nun mal eigenstaendige Wesen und kein Spielzeug!

Der Weg war sehr schoen. Viele Reisfelder, Palmenplantagen und kleine Waelder (aber kein Dschungel, der wurde ebenfalls, wie vieler Orts, auch hier abgeholzt) Fuer mich ist es immer wieder eine schoene Szenerie, obwohl ich sie ja bereits vielfach gesehen habe.

Die Provinz ist die am staerksten islamisierte Region in Indonesien. Das hat auch Vorteile! Die Moslems haben keine "Vertraege" mit Hunden!! Auf der ganzen Strecke habe ich endlos viele Katzen gesehen, aber die "Flohtaxis" waren zaehlbar. Als Radfahrer lernt man die agressiven Hunde zu verdammen!
Zudem war es organisierter und sauberer als die noerdliche Sumatra-Provinz.
Was stark auffiel, war, dass fast in jedem Ort neue Moscheen gebaut oder alte vergroessert wurden. Glaeubige stellten sich an die Strasse und sammelten von den vorbeifahrenden Autofahrern Spenden. Aber ich denke auch, dass die Provinz sehr viel Geld aus dem Tsunami-Topf bekommen hat. Denn diese Provinz liegt in unmittelbarer Naehe des Epizentrums. Hier kamen viele Menschen ums Leben und Banda Aceh (Provinzhauptstadt) war fast dem Erdboden gleich gemacht.
Eigentlich wollte ich ja nur ein Foto vor der Moschee mit meinem Fahrrad machen, aber es endetet doch wieder mit einer Versammlung von Neugierigen....mm

In Banda Aceh angekommen, konnte ich mich selbst davon ueberzeugen, wo die Spendengelder geblieben sind. Aber auch hier gibt es fehlgeleitete Projekte. Ich habe keine Ahnung wie man Aufbauhilfe kanalisiert. Ich habe die Lebens- und Arbeitsweise der Asiaten kennengelernt und da bilden die Indonesier keine Ausnahme. Sie bewegen sich ueberwiegend in dem Umfeld, in dem sie leben und arbeiten!
Hier wurden riesige Gebaeude gebaut, die zum Teil leer standen, da keiner das Geld fuer die Unterhaltung aufbringen kann.
Trotzdem war es schoen zu sehen, dass kaum noch Spuren dieser Tragoedie sichtbar waren. Im Gegenteil, man sah hier viele Neubausiedlungen, die auch in Deutschland haetten stehen koennen, nur kleiner.
Der riesige Spendenfluss hat dazu beigetragen.
Von Banda Aceh bin ich auf die wunderschoene Insel Pulau Weh und habe es mir hier einige Tage mit Tauchen und Schnorcheln gut gehen lassen. Und mit Stolz kann ich sagen: ich habe meinen ersten gut getarnten Steinfisch selbst entdeckt. Denn es ist schon frustrierend, dieses Tier immer von anderen gezeigt zu bekommen. Dieses "Mistvieh" ist aber auch ein Meister der Tarnung.

Wieder zurueck in Banda Aceh ging es entlang der Westkueste in Richtung Sueden. Diese Strecke wurde noch als unbefahrbar eingestuft, zumindest lt. einiger Reisefuehrer und meiner Karte. Aber da alles wieder gut hergestellt war, habe ich mir gedacht, diese Unterlagen sind bestimmt schon veraltert.
Und es ging auch auf guten Strassen von Banda Aceh los.

Nach 70 km aenderte sich dann aber doch der Zustand der Strassen.
Durch die mangelnde Infrastruktur waren Doerfer und Menschen verarmter. Irgendwie hatte ich das Gefuehl, staerker in die Vergangenheit zu fahren.
Hier musste ich dann aber wieder die Erfahrung machen, dass die Menschen die wenig oder nichts haben, am grosszuegigsten sind. Nachdem ich nach einem Losmen/Hotel gefragt hatte, wollte man mich 15km zurueckschicken (zurueckfahren will mein Rad nicht!!), da auf meinem weiteren Weg in den naechsten 30 km Uebernachtungsmoeglichkeiten nicht zu erwarten waren. Egal, ich fahre nach vorn und nicht zurueck! Zudem musste mein Zelt ja auch mal eingeweiht werden.
Der "Herr da oben" wollte mir die Einweihung so richtig ins Gedaechniss einbrennen. Denn es fing an zu regnen und der Lehm setzte sich ueberall am Koerper und Rad fest, sodass ich noch mindestens 10 kg mehr kostenlos transportieren durfte.
Dann endeckte ich ein kleinen Coffeeshop. Hier fragte ich nicht nach einem Hotel/Losmen sondern nach einer Schlafmoeglichkeit. Die Inhaberin des Coffeshops bot mir sofort an, bei Ihr zu uebernachten. Am naechsten Morgen, nachdem sie mir ein Dinner und ein Fruehstueck serviert hatte, wollte sie nicht einmal etwas dafuer berechnen.

Am Morgen waren wir allein, aber am Abend vorher war ich die Attraktion und viele Dorfbewohner kamen auf einen Kaffee vorbei.
Weiter geht's....
Unterwegs kam ich an einigen Neubausiedlungen vorbei, wo auch einige Haeuser leer standen. Hier zeigte sich die Korruption und das Gemauschel unter der Hand. Denn der eine oder andere hatte sich gleich 2 oder 3 von den Haeusern unter den Nagel gerissen.
Da die Strassen noch nicht richtig nutzbar sind und Busse nur sporadisch fahren, muessen die Menschen hier mehr um Ihren Lebensunterhalt kaempfen als zum Beispiel in Banda Aceh.


Wenn ich einen Vergleich anstellen sollte, wuerde ich sagen, dass die Westkueste landschaftlich mehr zu bieten hat.

Es gab immer wieder schoene Plaetze, manchmal geradezu ideal fuer eine Pause, wenn da nicht diese kleinen Monsterkinder waeren...

Allerdings hielten sich die Maedels, wie es ihrer Erziehung und Religion angemessen ist, leider im Hintergrund.

Mein naechstes Ziel war der LAKE TOBA. Der goesste Vulkansee der Welt.
Ich hatte soviel auf der Reise von diesem See gehoert, dass ich dort auf jeden Fall noch vor Visa-Ende hinmusste.
Das bedeutete, die naechsten 300 km mit dem Bus zurueck zu legen. Ergebniss: 4 verschiedene Busse.
Es ist fuer mich immer mit ein wenig Spannung verbunden, denn mein Rad ist immer wieder neuen Fahrstielen und Befestigungsmethoden an den Bussen ausgesetzt. Zudem wollten mich die Menschen in den Orten motivieren dort zu uebernachten, indem sie mir erzaehlten, dass der Bus heute nicht mehr faehrt. Aber irgendwie habe ich dann doch noch einen Bus in die richtige Richtung gefunden.
Nach einer mir endlos vorkommenden Fahrt, war ich dann endlich am Ziel. Hier bestaetigte sich sehr schnell, dass es ein tolles Fleckchen Erde ist. Ein kleiner Bungalow am See, somit direkt von der Terasse ins Wasser, einfach genial.
Eine Rundfahrt ueber die Insel Samosir war ein Erlebniss!
Die Architektur der Batak's (eine alte Volksgruppe) ist all gegenwaertig. Entweder in Freiluftmuseen oder noch im taeglichen Gebrauch.

Der Richterkreis aus Stein, wo Recht gesprochen wurde und gleich nebenan wurde die Exekutive instaliert um dem gesprochenen Wort Taten folgen zu lassen.
Man sagt den Batak nach, dass sie in der Vergangenheit Kanibalen waren. Man spricht aber nicht darueber, da sich das Volk der Batak noch dafuer schaemt.

Details an den Haeusern, die das Boese abhalten sollen. Ein aus Stein gehauenes altes Koenigsgraeb.

Da das Volk der Batak jetzt Christen sind, findet man ueberall Vebindungen ihres alten Glaubens gemischt mit der christlichen Religion. (Kreuze etc.)
Der sonntaegliche Kirchgang wird sehr ernst genommen. Die Frauen kleiden sich edel mit einem kuenstlichen Dutt im Haar. (warum konnte ich nicht in Erfahrung bringen)
Fuer die Frauen ist die Kirche ein neues Betaetigungsfeld, vor allem im sozialen Bereich.

Nach einigen Tagen musste ich leider weiter. Der Weg hatte HOEHEN UND TIEFEN. Da waren km-lange Strecken bergauf, dafuer dann aber auch nach Medan an die Kueste, km-lange Strecken bergab, und das in relativ gutem Zustand. Selbst die Trucks haben mir Platz gemacht - manchmal.... (leider war das nur bergab noetig...
)

In Medan bin ich direkt in den Flieger und nach Malaysia / Kuala Lumpur geflogen.
HIP HIP HURRA, mein Fahrrad ist zum ersten mal heil angekommen!!
Aber jetzt habe ich wieder eine schwere Entscheidung zu treffen. Wie geht es weiter? Wo will ich hin?
Das Leben hat es schon in sich....

Warum macht die inonesische Regierung es mir armen Radlerin
Somit hat mich die indonesische Regierung mal wieder vor schwierige Entscheidungen gestellt. Wie fahre ich wie schnell wohin? Wo verlasse ich das Land....
Ich habe es mir dann letztendlich leicht gemacht und bin einfach losgefahren! Es wird sich schon irgendwie entwickeln...
Nachdem ich Binjai mit den oekologischen Karussells verlassen habe bin ich weiter die Ostkueste gen Norden gefahren.
Die Provinz ACEH, die ich durchquere, ist eine Region, die seit Jahrhunderten um Unabhaengigkeit gekaempft hat. Vor dem Tsunami gab es Laender, die keine Visa fuer diese damalige Kriesenregion ausstellten. Im Jahr 2005, nach dem Tsunami einigte man sich auf Frieden und die Provinz erhielt im Gegenzug einige Sonderrechte. Das Gebiet hat auch ihre eigene Sprache. Da ich aber sowieso kein Indonesisch spreche, war es egal, ob ich in Achinesisch nichts verstehe oder in Bahsa Indonesia.
Die Sprache soll sehr einfach sein und haelt fuer uns einige lustiges Beispiele bereit:
"Orang" heisst Mensch und "Utang" ist der Wald also ist der Affe der Waldmensch. Will man aber aus dem Mensch viele Menschen machen, spricht man hier von "Orang Orang"...es gibt keine Anhaenge fuer die Mehrzahl. Oder "mata" ist das Auge und "hari" der Tag. "Matahari" ist somit das Auge des Tages, also die Sonne!!)
Auf meinem Weg, habe ich bei einer Pause an einem Krankenhaus einen Orang Utang auf einem Baum entdeckt. Die Kinder wollten mir jetzt zeigen, wie zutraulich der Affe ist. Der wollte mir allerdings zeigen wie eigenstaendig er ist und hat das Kind durch die Gegend gewirbelt. In den Augen des Kindes spiegelte sich Angst und Ueberraschung. Ich glaube es hat damit nicht gerechnet. Diese Tiere sind nun mal eigenstaendige Wesen und kein Spielzeug!
Der Weg war sehr schoen. Viele Reisfelder, Palmenplantagen und kleine Waelder (aber kein Dschungel, der wurde ebenfalls, wie vieler Orts, auch hier abgeholzt) Fuer mich ist es immer wieder eine schoene Szenerie, obwohl ich sie ja bereits vielfach gesehen habe.
Die Provinz ist die am staerksten islamisierte Region in Indonesien. Das hat auch Vorteile! Die Moslems haben keine "Vertraege" mit Hunden!! Auf der ganzen Strecke habe ich endlos viele Katzen gesehen, aber die "Flohtaxis" waren zaehlbar. Als Radfahrer lernt man die agressiven Hunde zu verdammen!
Zudem war es organisierter und sauberer als die noerdliche Sumatra-Provinz.
Was stark auffiel, war, dass fast in jedem Ort neue Moscheen gebaut oder alte vergroessert wurden. Glaeubige stellten sich an die Strasse und sammelten von den vorbeifahrenden Autofahrern Spenden. Aber ich denke auch, dass die Provinz sehr viel Geld aus dem Tsunami-Topf bekommen hat. Denn diese Provinz liegt in unmittelbarer Naehe des Epizentrums. Hier kamen viele Menschen ums Leben und Banda Aceh (Provinzhauptstadt) war fast dem Erdboden gleich gemacht.
Eigentlich wollte ich ja nur ein Foto vor der Moschee mit meinem Fahrrad machen, aber es endetet doch wieder mit einer Versammlung von Neugierigen....mm
In Banda Aceh angekommen, konnte ich mich selbst davon ueberzeugen, wo die Spendengelder geblieben sind. Aber auch hier gibt es fehlgeleitete Projekte. Ich habe keine Ahnung wie man Aufbauhilfe kanalisiert. Ich habe die Lebens- und Arbeitsweise der Asiaten kennengelernt und da bilden die Indonesier keine Ausnahme. Sie bewegen sich ueberwiegend in dem Umfeld, in dem sie leben und arbeiten!
Hier wurden riesige Gebaeude gebaut, die zum Teil leer standen, da keiner das Geld fuer die Unterhaltung aufbringen kann.
Trotzdem war es schoen zu sehen, dass kaum noch Spuren dieser Tragoedie sichtbar waren. Im Gegenteil, man sah hier viele Neubausiedlungen, die auch in Deutschland haetten stehen koennen, nur kleiner.
Der riesige Spendenfluss hat dazu beigetragen.
Von Banda Aceh bin ich auf die wunderschoene Insel Pulau Weh und habe es mir hier einige Tage mit Tauchen und Schnorcheln gut gehen lassen. Und mit Stolz kann ich sagen: ich habe meinen ersten gut getarnten Steinfisch selbst entdeckt. Denn es ist schon frustrierend, dieses Tier immer von anderen gezeigt zu bekommen. Dieses "Mistvieh" ist aber auch ein Meister der Tarnung.
Wieder zurueck in Banda Aceh ging es entlang der Westkueste in Richtung Sueden. Diese Strecke wurde noch als unbefahrbar eingestuft, zumindest lt. einiger Reisefuehrer und meiner Karte. Aber da alles wieder gut hergestellt war, habe ich mir gedacht, diese Unterlagen sind bestimmt schon veraltert.
Und es ging auch auf guten Strassen von Banda Aceh los.
Nach 70 km aenderte sich dann aber doch der Zustand der Strassen.
Durch die mangelnde Infrastruktur waren Doerfer und Menschen verarmter. Irgendwie hatte ich das Gefuehl, staerker in die Vergangenheit zu fahren.
Hier musste ich dann aber wieder die Erfahrung machen, dass die Menschen die wenig oder nichts haben, am grosszuegigsten sind. Nachdem ich nach einem Losmen/Hotel gefragt hatte, wollte man mich 15km zurueckschicken (zurueckfahren will mein Rad nicht!!), da auf meinem weiteren Weg in den naechsten 30 km Uebernachtungsmoeglichkeiten nicht zu erwarten waren. Egal, ich fahre nach vorn und nicht zurueck! Zudem musste mein Zelt ja auch mal eingeweiht werden.
Der "Herr da oben" wollte mir die Einweihung so richtig ins Gedaechniss einbrennen. Denn es fing an zu regnen und der Lehm setzte sich ueberall am Koerper und Rad fest, sodass ich noch mindestens 10 kg mehr kostenlos transportieren durfte.
Dann endeckte ich ein kleinen Coffeeshop. Hier fragte ich nicht nach einem Hotel/Losmen sondern nach einer Schlafmoeglichkeit. Die Inhaberin des Coffeshops bot mir sofort an, bei Ihr zu uebernachten. Am naechsten Morgen, nachdem sie mir ein Dinner und ein Fruehstueck serviert hatte, wollte sie nicht einmal etwas dafuer berechnen.
Am Morgen waren wir allein, aber am Abend vorher war ich die Attraktion und viele Dorfbewohner kamen auf einen Kaffee vorbei.
Weiter geht's....
Unterwegs kam ich an einigen Neubausiedlungen vorbei, wo auch einige Haeuser leer standen. Hier zeigte sich die Korruption und das Gemauschel unter der Hand. Denn der eine oder andere hatte sich gleich 2 oder 3 von den Haeusern unter den Nagel gerissen.
Da die Strassen noch nicht richtig nutzbar sind und Busse nur sporadisch fahren, muessen die Menschen hier mehr um Ihren Lebensunterhalt kaempfen als zum Beispiel in Banda Aceh.
Wenn ich einen Vergleich anstellen sollte, wuerde ich sagen, dass die Westkueste landschaftlich mehr zu bieten hat.
Es gab immer wieder schoene Plaetze, manchmal geradezu ideal fuer eine Pause, wenn da nicht diese kleinen Monsterkinder waeren...
Allerdings hielten sich die Maedels, wie es ihrer Erziehung und Religion angemessen ist, leider im Hintergrund.
Mein naechstes Ziel war der LAKE TOBA. Der goesste Vulkansee der Welt.
Ich hatte soviel auf der Reise von diesem See gehoert, dass ich dort auf jeden Fall noch vor Visa-Ende hinmusste.
Das bedeutete, die naechsten 300 km mit dem Bus zurueck zu legen. Ergebniss: 4 verschiedene Busse.
Es ist fuer mich immer mit ein wenig Spannung verbunden, denn mein Rad ist immer wieder neuen Fahrstielen und Befestigungsmethoden an den Bussen ausgesetzt. Zudem wollten mich die Menschen in den Orten motivieren dort zu uebernachten, indem sie mir erzaehlten, dass der Bus heute nicht mehr faehrt. Aber irgendwie habe ich dann doch noch einen Bus in die richtige Richtung gefunden.
Nach einer mir endlos vorkommenden Fahrt, war ich dann endlich am Ziel. Hier bestaetigte sich sehr schnell, dass es ein tolles Fleckchen Erde ist. Ein kleiner Bungalow am See, somit direkt von der Terasse ins Wasser, einfach genial.
Eine Rundfahrt ueber die Insel Samosir war ein Erlebniss!
Die Architektur der Batak's (eine alte Volksgruppe) ist all gegenwaertig. Entweder in Freiluftmuseen oder noch im taeglichen Gebrauch.
Der Richterkreis aus Stein, wo Recht gesprochen wurde und gleich nebenan wurde die Exekutive instaliert um dem gesprochenen Wort Taten folgen zu lassen.
Man sagt den Batak nach, dass sie in der Vergangenheit Kanibalen waren. Man spricht aber nicht darueber, da sich das Volk der Batak noch dafuer schaemt.
Details an den Haeusern, die das Boese abhalten sollen. Ein aus Stein gehauenes altes Koenigsgraeb.
Da das Volk der Batak jetzt Christen sind, findet man ueberall Vebindungen ihres alten Glaubens gemischt mit der christlichen Religion. (Kreuze etc.)
Der sonntaegliche Kirchgang wird sehr ernst genommen. Die Frauen kleiden sich edel mit einem kuenstlichen Dutt im Haar. (warum konnte ich nicht in Erfahrung bringen)
Fuer die Frauen ist die Kirche ein neues Betaetigungsfeld, vor allem im sozialen Bereich.
Nach einigen Tagen musste ich leider weiter. Der Weg hatte HOEHEN UND TIEFEN. Da waren km-lange Strecken bergauf, dafuer dann aber auch nach Medan an die Kueste, km-lange Strecken bergab, und das in relativ gutem Zustand. Selbst die Trucks haben mir Platz gemacht - manchmal.... (leider war das nur bergab noetig...
In Medan bin ich direkt in den Flieger und nach Malaysia / Kuala Lumpur geflogen.
HIP HIP HURRA, mein Fahrrad ist zum ersten mal heil angekommen!!
Aber jetzt habe ich wieder eine schwere Entscheidung zu treffen. Wie geht es weiter? Wo will ich hin?
Das Leben hat es schon in sich....
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